Durchflussmengenregler dienen dazu, unabhängig von Druckschwankungen eine definierte Durchflussmenge konstant zu gewährleisten und den den Maximaldurchfluss durch Sanitärkomponenten zu begrenzen. Das Bild zeigt eine 3-teilige Lösung aus zwei Gehäuseteilen und einem O-Ring. Die beiden Gehäuseteile bilden den Strömungskanal und werden durch eine Ringschnappverbindung gefügt. Die Gehäusebauteile schließen einen O-Ring ein, der den Durchflussquerschnitt mit steigendem Durchfluss verändert.
Die Mengenregler-Technologie lässt unabhängig vom Leitungsdruck immer eine konstante Wassermenge fließen, z.B. 6 Liter pro Minute beim Händewaschen.
Der O-Ring hat einen größeren Durchmesser als der Durchflussquerschnitt und liegt außen am Gehäuse an. Erhöht sich nun der Durchfluss, so erzeugt dieser einen Unterdruck, wodurch sich der O-Ring zusammenzieht. Dadurch wird der Durchflussquerschnitt verkleinert, was wiederum die Durchflussmenge reduziert. Der O-Ring ist beim Zusammenziehen innen geometrisch begrenzt. Dadurch bleibt beim maximalen Zusammenziehen ein Restquerschnitt offen über den der Maximaldurchfluss eingestellt wird.
Unterseite der drei Einzelteile O-Ring, Gehäuse, Ober- und Unterteil
Durchflussmengenregeler können auch 2-teilig ausgeführt werden. Bei diesem Beispiel fließt das Wasser am Außendurchmesser vorbei und erzeugt bei stärkerem Druck einen Unterdruck, wodurch der O-Ringdurchmesser sich vergrößert und einen Teil des freien Durchtrittsquerschnitts verschließt.
| Branche: | Sanitärbereich |
| Hersteller der Komponente: | NEOPERL GmbH |
| Materialgruppe ISO 1043: | POM |
| Funktion 1: | Leiten von Flüssigkeiten |
| Funktion 2: | Dosieren von Flüssigkeiten |
| Funktion 3: | Führen von anderen Körpern |
| Fügeverfahren 1: | Schnappen Ringschnappverbindung |
| Anforderungs-Infos: | Durchflussmengenregler unterliegen hohen Anforderungen an die Funktion und die Lebensdauer. So muss die Reglerfunktion z.B. auch über lange Zeiten in extrem kalkhaltigem Wasser über einen weiten Temperaturbereich gewährleistet sein. Als Trinkwasserprodukte müssen zum einen die Werkstoffe über die entsprechenden Zulassungen verfügen und zum anderen müssen auch die Produkte zugelassen werden. So führen länderabhängig zuständige Institutionen anspruchsvolle Lebensdauertests durch und erteilen bei Bestehen der Tests die entsprechenden Zulassungen. |
| Bauteil-Infos: | Durchflussmengenregler werden in der Sanitärtechnik eingesetzt, um den Wasserdurchfluss durch Armaturen auf einen Maximalwert zu begrenzen. Der Hintergrund für eine Durchflussregelung liegt u.a. in dem individuellen Spargedanken. Hier liegen die Bauteile z.B. Armaturen oder Duchköpfen bei und können bei der Montage auf Wunsch montiert werden. In einigen Ländern ist der maximale Durchfluss durch Sanitärkomponenten gesetzlich vorgeschrieben. In diesem Fall können die gleichen Armaturen durch entsprechende Begrenzer an die Vorschriften des jeweiligen Landes angepasst werden. |
| Werkzeug-Infos: | Die Hinterschnitte der Ringschnappverbindungen werden im Werkzeug zwangsentformt |
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