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Völlig neues Würfeltechnikkonzept – für faszinierend einfache Montagevorgänge (Zahoransky)

Schematische Darstellung des TIM-Werkzeugs (Foto: Zahoransky) Schematische Darstellung des TIM-Werkzeugs (Foto: Zahoransky)

20.10.2011/Zahoransky. Premiere feierte die ZAHORANSKY Formenbau GmbH auf der Fakuma in Friedrichshafen mit einer in Funktion gezeigten völlig neuen Art der Würfeltechnologie.

Das neue, patentierte sogenannte TIM-Stack Mould-Werkzeug (Total Integrated Manufacturing) besteht aus zwei Werkzeugseiten mit mittig liegendem Drehwürfel. Damit lassen sich zwei unterschiedliche Teile auf einem Werkzeug herstellen.

Das Pfiffige an diesem neuen System sind die beiden außerhalb des Werkzeugs liegenden Montageplatten. Diese ermöglichen auf einfache Weise komplexe Montagevorgänge extern abzuarbeiten, ohne dabei die Maschinenzykluszeit zu verlängern. Das Montagehandling kann außen so platziert werden, wie es für die Montagefunktion am günstigsten ist. Die Umsetzung unterschiedlichster Montagevorgänge ist unabhängig vom Werkzeugablauf leicht und kostengünstig realisierbar. Denkbare Funktionen sind zum Beispiel außer der Montage das Verschrauben von Teilen oder Dichtigkeitsprüfungen montierter Baugruppen. Dies macht das TIM-Stack Mould-Werkzeug so attraktiv. Alle Freiheitsgrade sind gegeben. Dieser Vorteil unterscheidet das neue TIM-Verfahren von vergleichbaren anderen Würfelkonzepten.

Der Würfel selbst dreht sich alternierend einmal rechts, einmal links um je 90° und übergibt nach jedem Einspritzvorgang die Spritzlinge an eine der beiden Montageeinheiten. Dabei werden die auf der zweiten Station gespritzten Teile (Teil II) mit den bereits auf der Montageplatte übergebenen Teilen (Teil I) mechanisch miteinander verbunden. Die Montageplatten können je nach Bedarf in verschiedenen Ebenen bewegt werden. Mögliche Bewegungsabläufe sind zum Beispiel 1) in X-Y-Achse verschieben; 2) um 180° drehen, montieren und auswerfen; 3) drehen, montieren, prüfen und auswerfen; 4) montieren, mit weiterem externem Teil bestücken, prüfen, auswerfen.

Im Gegensatz zur gängigen Würfeltechnik ist die Komplexität des Werkzeugs aufgrund der außen liegenden Montageeinheiten stark vereinfacht. Somit amortisiert sich das Werkzeug nach einer wesentlich kürzeren Produktionslaufzeit. Dies ist immer dann ein ganz entscheidender Vorteil, wenn die Produkt-Lebenszeit nicht mehr über mehrere Jahre unverändert bleibt. Denn spätere Designanpassungen sind deutlich einfacher zu realisieren.

Return of Invest ist ein entscheidender Erfolgsfaktor. Bei TIM kann man den Formaufbau vom Kavitätenanteil klar trennen. TIM bietet die Möglichkeit, unabhängig von Montagerichtung oder -orientierung unterschiedliche Produkte im Werkzeug zu produzieren. Somit ist der Invest bei einem Modellwechsel wesentlich kostengünstiger. Der Aufbau des Werkzeugs bleibt bestehen und NUR die Kavitätenplatten werden getauscht – „Geht nicht – gibt’s bei TIM nicht mehr.“

Gerade in einer Zeit schnelllebiger Produkte ist – um sich einen Wettbewerbsvorteil zu sichern – Flexibilität das Wichtigste. Hier bietet ZAHORANSKY mit der neuen, patentierten TIM-Technik eine innovative Lösung für die Zukunft, getreu dem hauseigenen Motto: „ZAHORANSKY baut mit seinen Werkzeugen automatisierte Spritzgießtechnik mit integrierter Systemtechnik.

“Typische Anwendungen des neuen Systems sind im Verpackungsbereich zu finden, zum Beispiel bei der Herstellung von Verschlüssen und bei Teilen für die Medizintechnik.

Mit einem 4-fach Werkzeug werden Push-Pull-Verschlüsse auf einer 200 Tonnen Zweifarben-Spritzgießmaschine von KraussMaffei gefertigt. Die drei Einzelteile montiert man bereits im Werkzeug, ohne dass sich die Maschinenzykluszeit für den Montagevorgang verlängert. Komplette Verschlüsse werden in jedem Zyklus produziert.

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