FourMotors GmbH, Reimer Modelltechnik und S1nn GmbH & Co. KG wollen mit Unterstützung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) Autoteile aus nachwachsenden Rohstoffen in Serie produzieren (Foto: FNR)
01.07.2011/FNR. Fahrzeug-Anbauteile aus nachwachsenden Rohstoffen wollen verschiedene Projektpartner mit Unterstützung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) jetzt in Serie produzieren. Die Voraussetzungen dafür schafft ein vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz gefördertes Projekt, das kürzlich von der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) bewilligt wurde.
Bioverbundmaterialien, bei denen sowohl der „Kunststoff“ als auch die Stützfaser aus pflanzlichen Rohstoffen stammen, stehen mit der geplanten Fertigung in Kleinserie vor dem technologischen Durchbruch.
Während mit Naturfasern verstärkte Formteile aus klassischen Kunststoffen heute zum Standard gehören und in verschiedensten Formteilen in der Innenausstattung von Fahrzeugen zum Einsatz kommen, stellen Bioverbund-werkstoffe ihr Können derzeit noch in Prototypen unter Beweis. So besteht etwa die Karosserie des so genannten BioConceptCars vom fourmotors-team zu großen Teilen aus handgefertigten Bioverbundteilen.
Auch die neuen Bioverbund-Bauteile müssen Wind und Wetter trotzen. Neben der speziell auf Biopolymere zugeschnittenen Lackierung kommt es darauf an, die aufwändige Fertigung zu mechanisieren und die Stückkosten der Teile dadurch deutlich zu senken. Als Außen-spiegel und in Form einer Tankklappe werden die Biover-bundteile unter Alltags- und Rennsportbedingungen auf Herz und Nieren sowie vom TÜV Rheinland auf ihre Gebrauchstauglichkeit geprüft, bevor sie dann in die Serienfertigung von vorerst 100 Teilen gehen sollen.
Am 1.10.09 startete das Projekt und wird unter dem Förderkennzeichen 22018009 geführt.
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